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| Geriatrische Patienten: | Appetitverlust, ausgelöst durch psychische Störungen, Depressionen, Geschmacksveränderungen z.T. auch durch Medikamente, Schwierigkeiten beim Kauen und Schlucken | |
| Onkologische Patienten: | ausgeprägter Gewichtsverlust, durch Einfluß des Tumors und der Medikamente erhöht sich der Nährstoffbedarf | |
Tumore im HNO-ZMK-Bereich: |
Schluckstörungen, Geschmacksirritationen, Schmerzen | |
| Chemo- und Strahlentherapie: | Schädigungen am Darm durch Resektion, Verdauungs- und Resorptionsstörungen |
Quantitativ (dünn) = zu wenig Energie Qualitativ (dick) = Mangel an essentiellen Nährstoffen, z.B. Eiweiße, Vitamine und Spurenelemente
Beeinträchtigung des Stoffwechsels
Minderungen von Enzymaktivitäten, Transportproteinen und Zellmasse
Störungen in der Organaktivität, Organatrophie
verzögerte Wundheilung
Flüssigkeits- und Elektrolytverschiebungen
allgemeine Schwäche Apathie
reduzierte Belastbarkeit
verminderte Toleranz gegenüber z.B. onkologischen Therapien
geschwächtes Immunsystem
erhöhte Infektanfälligkeit
verzögerte Genesung
gestörte Wundheilung
erhöhte Gefahr von Decubiti u.v.m.
Der Körper hat keine Eiweißreserven
Ein chronischer Nährstoffmangel führt zu Einschränkungen von Stoffwechselfunktionen.
Als erstes davon betroffen sind Strukturen mit kurzer Halbwirkszeit (HWZ), z.B. Enzyme und die Darmschleimheit. Verminderte Synthese von Verdauungsenzymen mit einer beginnenden Zottenatrophie führt zu Verdauungs- und Resorptionsstörungen. Als folge davon kann der Organismus die ihm zugeführten Nährstoffe nicht oder nur in unzurechenden Ausmaß verwerten. Bei erhöhten Energiebedarf oder bei ungenügender Zufuhr kommt es zum Eiweißverlußt.
Immundefizienz (Mangelhaftigkeit) und Mangelernährung:
Sinkt das Körpergewicht unter 80% des durchschnittlichen Körpergewichtes ist mit gewissen Schädigungen in der Immunfunktion zu rechnen.
Sinkt das Körpergewicht unter 70% des Durchschnitts kommt es zu schweren Beeinträchtigungen der Immunfunktion.
Immundefizienz durch Proteinverlust:
| Verlust von Serumprotein: | sekundärer Antikörpermangel, die Hypogammaglubilämie kann beträchtlich sein | |
| Verlust von Gammaglobulin über: | Nieren: | nephrotisches Syndrom |
| Haut: | schwere Verbrennungen, Dermatiden | |
| GI-Trakt: | Enteropathie mit Proteinverlust, Lymphangiektasien | |
Gleichzeitig kommt es auch zum verlust von Albumin und anderen Serumproteinen.
gastrointestinaler Proteinverlust: Verlust von Lymphozyten
Die Patienten sind leicht anfällig für Infektionen mit grampositiven Erregern. Die Anfälligkeit gegenüber Atemwegsinfektionen, Viruserkrankungen und Gastroenteriden steigt.
Circulus vitiosis
Die Infektionen erhöhen die Anforderungen an den Stoffwechsel und gleichzeitig mindern sie auch den Appetit
Dieses Dokument wurde zuletzt aktualisert am 29.10.00.