Enterale Ernährung

bullet1 PEG

 

  

Wahl der geeigneten Punktionsstelle
  • Nach Einführen des Gastroskopes in den Magen und ausreichender Luftinsufflation, den Raum abdunkeln und die geeignete Punktionsstelle durch Diaphanoskopie sichern.

Die fehlende Diaphanoskopie ist eine absolute Gegenanzeige für die Durchführung der PEG.

  • Eine Kontrolle der Punktionsstelle erfolgt durch Fingerdruck von außen, wobei sich die Magenschleimhaut endoskopisch sichtbar vorwölbt.
  • Den vorgesehenen Punktionsbereich großflächig steril abwaschen.
  • Eine Lokalänesthesie aller Bauchwandschichten anlegen und dabei die Spritze langsam bis ins Magenlumen vorschieben.
  • Eine ca. 4 - 5 mm breite Stichinzision durchführen.
  • Die Punktionskanüle unter endoskopischer Kontrolle in den Magen einführen und anschließend die Punktionsnadel entfernen.
Legen des Führungsfadens
  • Die Einführhilfe für den Faden auf die Kunststoffkanüle stecken und den Faden sofort in den Magen einführen.
Sobald der Faden im Magen sichtbar ist, die Einführhilfe wieder entfernen, wodurch sich das Sicherheitsluftventil der Kanüle automatisch verschließt.

Den Faden im Magen mit der Biopsiezange erfassen und mitsamt dem Gastroskop herausziehen.

Befestigen der Sonde am Führungsfaden
  • das proximale Fadenende zweifach mit der Fixierschlaufe der Sonde verknoten.
Plazieren der Sonde
  • Die Sonde durch langsamen Zug am distal Fadenende intragastral plazieren.

Beim Eintritt der Sondenspitze in die Kunststoffkanüle ist ein leichter Widerstand spürbar.

  • Die Sonde zusammen mit der Kunststoffkanüle durch die Bauchwand nach außen ziehen, bis die Rückhaltescheibe der Mageninnenwand anliegt.
Fixieren der Sondenlage
  • Die Sondenspitze unterhalb des Konus abschneiden und durch das dezentrale Loch der Halteplatte ziehen.
  • Anschließend die Sonde unter leichtem Zug in die Führung auf der Halteplatte einlegen und mittels der gelben Klemmvorrichtung fixieren. Auf diese Weise erfolgt eine Sicherung der engen Verbindung zwischen Magenvorderwand und Bauchwand.

Die äußere Zugbelastung der Sonde darf nicht zu groß sein (Vorsicht, Drucknekrosen!).

Die korrekte Lage der Sonde muß endoskopisch oder röntgenologisch überprüft werden.

Befestigen des Luer-Lock-Ansatzes
  • Nach Anbringen der Ritsch-Ratsch-Klemme zunächst die gelbe Fixierschraube für den Luer-Lock-Ansatz über die Sonde schieben.
  • Anschließend den Luer-Lock-Ansatz weitmöglichst auf die Sonde stecken und mit der Fixierschraube sichern.

Bilder und Text aus der Fresenius® Broschüre "Enterale Ernährung, Systeme zur Sondenernährung,Freka®- PEG Universal und PEG Standard"

Hinweise zur PEG

  • Nach Anlage der PEG, 12 - 24 keine Ernährung über die PEG
  • Vor der ersten Kostgabe Lagekontrolle der PEG durch Röntgen.

Versorgung der Punktionsstelle

  • Die Klemmvorrichtung der äußeren Halteplatte lösen und diese soweit zurückziehen, daß die Punktionsstelle sowie die Unterseite der Halteplatte sorgfältig gereinigt werden können.
  • Anschließend eine Schlitzkompresse unter die Halteplatte legen und die Halteplatte wieder in ihre bisherige Position vorschieben (siehe Zahlenmarkierung).
  • Auf diese Weise wird die Sonde wieder unter leichten Zug fixiert.
  • Die Häufigkeit des Verbandwechsels ist auf die jeweiligen Wundverhältnisse abzustimmen.

Hinweise zur Sondenpflege

  • Die Sonde muß vor und nach jeder Nahrungsapplikation - mindestens 1x täglich - mit 30 ml lauwarmen Wasser, Fenchel- oder Kamillentee, unter Zuhilfenahme des Beiliegenden universiellen Trichteransatzes vorzugsweise über eine 50 ml Blasenspritze durchgespült werden.
  • Es dürfen keine säurehaltigen Flüssigkeiten, insbesondere Früchtetees oder Obstsäfte verwendet werden, da sie ein Ausflocken von nahrungseiweiß bewirken können.
  • Bei Verstopfung ist die Sonde zu wechseln. Das Sondenlumen darf unter keinen Umständen gewaltsam unter hohem Druck (kleinvolumige Luerspritze) oder mittels eines Mandrins wieder durchgängig gemacht werden.

Andernfalls besteht die Gefahr einer Sondenperforation und Verletzung des Patienten, sowie einer Peritonitis durch intraperitonealen Flüssigkeitsaustritt.

    Dieses Dokument wurde zuletzt aktualisert am 29.10.00.